Am 22. Juni 2014 feierte die Stiftung ihr 30-jähriges Bestehen. Als Ehrengäste durfte die Stiftung Frau Karin Seehofer sowie Staatsekretär Georg Eisenreich begrüßen.

Karin Seehofer mit Stiftung

Um 11.30 Uhr trafen sich ca. 250 Gäste in der schnell überfüllten St.-Leonhardskirche in Kreuth.

Schützen in voller Kirche

Dr Wolf
Prälat Dr. Lorenz Wolf las die Heilige Messe, die von der Musik der Gebirgsschützenkompanie mit der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert begleitet wurde.

Schützen

Im Anschluß folgten die Gäste der Gebirgsschützenkompanie Tegernsee zur Mariensäule in Kreuth.Bierschneider

Dort begrüßte Bürgermeister Bierschneider die festliche Versammlung,

Staatsekretär Georg Eisenreich vertrat den Ministerpräsidenten und würdigte in seiner Ansprache den Wert des Ehrenamtes.

Staatssekretär Georg Eisenreich vertrat den Ministerpräsidenten und würdigte in seiner Ansprache den Wert des Ehrenamtes.

Scharnagl Kreuth.
Als Festredner schlug Wilfried Scharnagl einen großen Bogen von 1984 zu 2014

 

 

Wilfried Scharnagl hielt die Festrede:

„Das heutige festliche Zusammentreffen hier in Kreuth markiert einen Tag der Freude, der Erinnerung und der Dankbarkeit. Wir begehen in großer Freude den 30. Geburtstag eines kontinuierlich gewachsenen und auf der sozialen Landkarte des Freistaates Bayern unersetzlich gewordenen großen Werkes christlicher Nächstenliebe, der Marianne Strauß Stiftung. Und wir erinnern uns in Dankbarkeit und Respekt an die Frau, deren Namen dieses Werk trägt und zu dem sie mit ihrem Leben und Wirken über den Tod hinaus den Anstoß gegeben hat: Marianne Strauß“

(die Rede ist hier erhältlich: 30 Jahre)

 

 

Alpinfanfare

Der Festakt wurde durch Salutschüsse sowie die “Alpinfanfare” beendet. 

Im Anschluß begaben sich die Gäste in die Hütte der Gebirgsschützen im „Lori Feichta“. Dort begrüßte der Vorstandsvorsitzende Franz  Georg Strauß die Gäste und dankte ihnen, dass sie trotz des schönen Wetters dem Ruf der Stiftung gefolgt waren. In seiner Rede ging er auf viele wichtige Persönlichkeiten und glückliche Ereignisse ein, die den Weg der Stiftung begleitet hatten und dankte allen, die einen Beitrag zum Werden erbracht hatten:

Rede FGS
Begrüßung durch den Vorstand

 

Meine Mutter starb kaum älter, als ich heute bin. Sie hatte viele Aufgaben übernommen, von der Caritas über die Pfennigparade, die DMSG bis zur Hilfe für Einzelfälle, die sich bei ihr gemeldet hatten.

Die Marianne Strauß Stiftung sollte nur eine ihrer Arbeiten fortführen: die Hilfe für Einzelfälle.

Der Grundgedanke war, ihre Tätigkeit für die Einzelfälle, die durch das Raster der Hilfsprogramme fallen, weiterzuführen.

Naiv dachten wir, dass wir das in monatlichen Sitzungen erledigen könnten, die Mittel, die meine Mutter noch von Einzelspendern akquiriert hatte, sollte die Stiftung beibringen. Ca. 50 Fälle pro Jahr, für mehr wäre ohnehin weder Zeit noch Geld vorhanden.

Doch die Stiftung wuchs, der Grund lag auch in meinem Vater Franz Josef Strauß, dem viele danken wollten, so kamen auch große Einzelspenden herein. Prälat Toni Maier hatte am Jahrtag ín seiner Predigt gesagt: „Es ist so, als ob die Menschen das, was sie Marianne Strauß an Dank sagen wollten, nun an Wohlwollen der Stiftung zukommen lassen“. Heute gibt die Stiftung ca. 800 000.- € für ca. 1100 Fälle aus. Diese können wir nur betreuen mit Hilfe von engagierten Mitarbeitern, freien und festen. Auf sie können wir uns verlassen, sie tragen die Tagesarbeit der Stiftung.

Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben. Wir wollen aber keinen Applaus: Helden des sozialen Wirkens sind nicht wir, die wir das schaffen durften, sondern zum Beispiel die, die ohne große Unterstützung täglich Angehörige pflegen, und das über viele Jahre.
Wir sind einfach dankbar dafür, dass wir heute dank der Hilfe vieler mit der Stiftung eine Möglichkeit haben, helfen zu können. Dafür hat sich die Arbeit gelohnt.“

 

Ein herzliches Vergeltsgott sagt die Stiftung vor allem der Gebirgsschützenkompanie Tegernsee für die tatkräftige Unterstützung sowie dem Festwirt Manfred Frühauf für perfekte Betreuung.

Der Tag wird allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben.